Der Erfolg einer Geldanlage ist abhängig von der Strategie

Konservative Anleger haben zur Zeit ein Problem. Für sie wird es immer schwerer, in dem anhaltenden Niedrigzinsniveau rentable Kapitalanlagen zu finden. Doch was sind die Alternativen zu Tagesgeld und Bankeinlagen? Die gesamten Ersparnisse an der Börse investieren? Nicht börsennotierte Beteiligungen kaufen? In Rohstoffe investieren? Bei einer moderaten Inflationsrate um die zwei Prozent führen niedrige Zinsen sowohl bei Anleihen als auch bei Einlagen neben dem inflationsbedingten Kaufkraftverlust auch zu einen Ver- mögensverlust. Letztendlich ist es eine Frage der Strategie, die vom Anleger zum Vermö- gensauf- und -ausbau angewendet wird.

 

Tagesgeld und Sparbuch?

Ein Notgroschen gehört auch bei niedrigsten Zinsen auf ein Tagesgeldkonto. Wie groß die Reserve ist, richtet sich nach Ihren individuellen Bedürfnissen, als Anhaltspunkt können drei Monatsgehälter herangezogen werden. Die Höhe der Zinsen darf hier keine Rolle spielen, hier steht die schnelle Verfügbarkeit im Vordergrund. Denn keiner weiß, ob er nicht kurzfristig eine Ausgabe tätigen muss. Sparbücher bringen noch deutlich weniger als Tagesgelder, kommen also überhaupt nicht infrage. Als Anlageinstrument, also über den Notgroschen hinaus, ist das Tagesgeldkonto allerdings auch nicht geeignet. Für längerfristige Anlagen bieten sich natürlich auch Anleihen an. Das aktuell niedrige Zinsniveau kann allerdings am Ende zu einer negativen Rendite führen. Bei Bundesanleihen ist dies bereits geschehen. Zahlreiche Sparer fokussierten sich daher immer mehr auf Mittelstandsanlei- hen. Diese werden zwar dem „grauen Kapitalmarkt“ zugeordnet, die Zinsen darauf sind allerdings überdurchschnittlich hoch. Auch namhafte Firmen, die sich nicht über eine Bank in Form eines Darlehens finanzieren können oder wollen, finanzieren sich über Anleihen am Kapitalmarkt. Die alte Weisheit, dass der Zins das Risiko einpreist, sollte nicht ganz außer acht gelassen werden. Doch soll man deswegen die Finger von Unternehmen las- sen? Die Antwort lautet: Nein. Firmenbeteiligungen gehören als „Renditeturbo“ in jedes Depot. Zwischen den verschiedenen Beteiligungsformen wie der klassischen Aktie, Mittel- standsanleihen und „echten“ Unternehmensbeteiligungen, die in Deutschland noch immer ein Nischendasein führen, gibt es große Unterschiede. Kursschwankungen oder gar ein Börsencrash können bei Aktien zu Verlusten führen. Der Fall des Windkraftbetreibers Pro- kon zeigt uns, dass auch (unseriöse) Mittelstandsanleihen Anlegern große Verluste bescheren können. Nebenbei beschädigen sie noch den Ruf des deutschen Mittelstandes. Unternehmensbeteiligungen an jungen und innovativen Firmen mit Alleinstellungsmerkmal bieten Investoren allerdings hervorragende Perspektiven und sind gleichzeitig für die Wirtschaft unerlässlich. Solche innovativen Start-Ups, wie einstmals z.B. die Silicon-Valley-Giganten Google, Apple und Facebook, werden hauptsächlich von institutionellen Investoren und wohlhabenden Family-Offices finanziert, da die Einstiegsgrößen für den klassischen Anleger schlicht und ergreifend viel zu hoch sind. An dieser Stelle kommen sogenannte Venture Capital Fonds ins Spiel, die sich auf Finanzierungen dieser Art spezialisiert haben. Analog zu klassischen Fonds handelt es sich auch hier um Kapitalsammelstellen, darüber hinaus haben sie aber noch völlig andere und sehr wichtige Funktionen. Neben dem Ziel, das Unternehmen nach erfolgreicher Markteinführung gewinnträchtig zu verkaufen oder an die Börse zu bringen, begleiten sie die „Neulinge“ auch aktiv. Gute VC-Fonds verfügen über weltweite Netzwerke und entsprechendes Know-how, das sie den Zielunternehmen zur Verfügung stellen und das sie auszeichnet.

Als fester Bestandteil einer Anlagestrategie sollten diese Fonds in jedem Depot zu finden sein.

 

 

Was ist mit Immobilien?

Die selbstgenutzte Immobilie hat für die Vorsorge eine absolute Daseinsberechtigung. In diesem Beitrag geht es jedoch um den Vermögensaufbau, weshalb hier die fremd vermietete Immobilie im Fokus steht. Je nachdem, ob die steuerlichen Anreize eine Rolle spielen, wird bei einer Investition in Immobilien zwischen zwei Kategorien unterschieden:

 

• der klassischen Bestandsimmobilie

oder

• der denkmalgeschützten Immobilie bzw. einem Sanierungsobjekt

 

Altes Mauerwerk mal anders betrachtet

Denkmalgeschützte oder denen gleichgestellte Sanierungsobjekte trumpfen in der Regel mit sehr guten Innenstadtlagen auf und bieten dadurch überdurchschnittliche Renditepotenziale. Den eigentlichen Renditeturbo bietet jedoch die erhöhte Abschreibung dieser Objekte, wodurch Gelder, die in Form von Steuern ans Finanzamt abgeführt werde müssten, direkt für den Kapitalaufbau verwendet werden. Die Rentabilität ist somit sehr stark vom persönlichen Steuersatz abhängig und nicht für jeden Anleger geeignet. Die Paragrafen 7i und 7h des Einkommensteuergesetzes regeln die Abschreibung wie folgt:

 

• In den ersten 8 Jahren werden jährlich 9 Prozent der auf den Erhaltungsaufwand anfallenden Anschaffungskosten abgeschrieben

• Vier weitere Jahre können noch jedes Jahr sieben Prozent der verbliebenen Kosten für den Sanierungsanteil steuerlich geltend gemacht werden

 

Pflegeimmobilie – Marktsegment der Zukunft!

Das Thema Altenpflege als hat sich zu einem der absoluten Wachstumsmärkte entwickelt. Die Nachfrage nach Pflegeimmobilien verzeichnet schon seit vielen Jahren ungeahnte Zuwachsraten, die das Angebot bei weitem übersteigen. Die nachfolgend aufgeführten Punkte verdeutlichen, dass Pflegeimmobilien eine echte Alternative bei Immobilieninvestments darstellen:

 

• Der Pflegemarkt gilt als boomender Zukunftsmarkt

• Nicht der Bewohner, sondern der Betreiber ist Mietvertragspartner

• Aufgrund der gesetzlichen Pflegeversicherung gibt es keine Mietausfälle

• Schädigungen durch Mietnomaden sind ausgeschlossen

 

Die Vermietbarkeit ist aufgrund des steigenden Bedarfs garantiert. Auch einem Wiederverkauf steht nichts im Wege, da es sich bei einer Pflegeimmobilie – im Gegensatz zu geschlossenen Fonds – um real geteiltes Sondereigentum nach Wohnungseigentumsgesetz handelt.

Als Element in einer kapitalmarktunabhängigen Anlagestrategie sind Immobilien nicht wegzudenken.

 

Silber – die kleine Schwester von Gold glänzt auch

Gold glänzt in den Augen der Anleger am schönsten und wird in „schlechten Zeiten“ von vielen als „sicherer Hafen“ gesehen. Sein im Vergleich zu Silber relativ seltenen Vorkommens schlägt sich im Preis nieder. Gold ist erheblich teurer als seine kleine Schwester Silber. Große Unterschiede gibt es auch in den Anwendungsbereichen dieser Edelmetalle. Gold wird – im Gegensatz zu Silber – nur in geringen Mengen verbraucht. Es bleibt uns erhalten und wird als „Geldaufbewahrungsmittel“ gehortet. Eine Verknappung gibt es nicht. Würde auf Knopfdruck alles Gold von dieser Erde verschwinden, würde so gut wie nichts passieren. Leere Tresore, verschwundener Schmuck sowie fehlende Zahnfüllungen bei einigen Menschen wären die Folgen. Unser Leben jedoch, so wie wir es kennen, würde sich nicht großartig verändern. Bei Silber verhält es sich völlig anders. Mehr als zwei Drittel des geförderten Silbers gehen direkt in die Industrie – mit stark steigender Tendenz. Würde es ab morgen kein Silber mehr geben, würde nichts mehr so sein wie wir es kennen. Kein Auto fährt ohne Silber, Computer, Fernseher oder gar Handys würden nicht mehr funktionieren. Selbst Wärmeschutzverglasungen gäbe es nicht mehr, nicht einmal ein Spiegel würde noch im Badezimmer hängen. Auch die Raumfahrt und die Medizin benötigen diesen Rohstoff. Bei Silber handelt es sich also um einen Rohstoff, der verarbeitet und verbraucht wird. Ein kaputter Spiegel landet auf dem Müll, er wird nicht recycled. Irgendwann ist alles Silber aufgebraucht. Die Forschung arbeitet zwar an der Entwicklung von Ersatzstoffen, dies ist aber aufgrund der physikalischen Eigenschaften von Silber nicht für alle Einsatzgebiete möglich. Silber wird verbraucht und der Preis entwickelt sich bekanntermaßen aus Angebot und Nachfrage. Der Goldpreis hingegen entwickelt sich nicht aus echtem Angebot und Nachfrage sondern aufgrund psychologisch bedingter Entscheidungen der Marktteilnehmer. Bei physischem Silber handelt es sich um ein Investment in einen echten Sachwert, der dazu noch inflationsresistent ist. Wer mit Kursschwankungen nicht umgehen kann, kann in ein Anlagemodell mit fester Laufzeit und einem bereits beim Kauf festvereinbartem Rückkaufspreis investieren. Wie bei Anleihen weiß der Anleger bereits beim Kauf wie hoch seine Rendite sein wird.

 

Fazit:

Bei allen hier vorgestellten Anlagemodellen handelt es sich – bis auf den Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto – um Sachwertinvestitionen, die dem Anleger überdurchschnittliche Gewinnpotenziale bieten und ihn gleichzeitig vor Kaufkraft- und Vermögensverlusten schützen. Weiterführende Informationen mit Vor- und Nachteilen verschiedener Anlagemöglichkeiten finden Sie in dem kostenlosen eBook „Geld anlegen – aber wie?

 

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