Metalle als Geldanlage gewinnen in der Depotaufteilung immer mehr an Gewicht. Die nachfolgenden fünf Thesen belegen, weshalb dies so ist.

Tagesgelder hatten in der Gunst der Anleger kontinuierlich an Zuwachs gewonnen. Zu Zeiten niedriger Zinsen jedoch stellen sie die Kontoinhaber vor eine echte Herausforderung. Liegen die Zinsen unter dem Inflationsniveau, findet kein Vermögensaufbau oder –ausbau mehr statt, sondern schlichtweg eine Kapitalvernichtung. Gleiches gilt für jede Form von Geldanlage, sofern Geld in Geld investiert wird. „Flucht in die Sachwerte“ war daher schon von jeher die Alternative. Als klassische Sachwerte gelten Aktien, Immobilien und Gold. Gold und Silber finden sich in fast jedem Haushalt, zumindest wissentlich als Schmuck. Gold ist seit alters her das begehrteste Metall, schon die Fürsten des Altertums setzten auf Gold als Wertgegenstand. Dabei bedeutet ein Investment in Gold jedoch in erster Linie, keinen Wertzuwachs zu erzielen, sondern eine krisensichere Anlageform zu wählen. Dabei ist Gold eines der Metalle, welches am wenigsten verbraucht wird. Eine Verknappung findet nur durch spekulative Ankäufe in großem Maße statt. Gold, welches in Schmuckform wieder an einen Ankäufer verkauft wird, landet in der Schmelze, und wird neu verarbeitet. Damit unterscheidet sich dieser Rohstoff deutlich von anderen Metallen.

Silber wird wertvoller, die Ressourcen sind begrenzt

Silber kommt im Vergleich zu Gold deutlich häufiger vor, wird aber, im Gegensatz zu seiner großen Schwester Gold, industriell verarbeitet und verwertet. Dieser Sachverhalt trifft auf rund 90 Prozent des Metalls zu, welcher damit unwiederbringlich dem Markt entzogen wird. Haushaltsspiegel benötigen dieses Edelmetall ebenso wie medizinische Gerätschaften oder die Raumfahrt. Der Bedarf an Silber ist gewaltig, sein Vorkommen jedoch begrenzt. Silber ist nicht das einzige Metall, für das die Nachfrage langfristig größer als das Vorkommen ist, Verknappung ist die Konsequenz. Eine Rückführung in den Kreislauf wie bei Gold findet so gut wie nicht statt.

Die größten Vorkommen an strategischen Metallen finden sich in China. Das Reich der Mitte ist gleichzeitig auch der größte Konsument dieser Rohstoffe. Andere Metalle wie Iridium oder Gallium sind ebenfalls einem Verbrauch ausgesetzt und verknappen zusehends. Der Preis von Silber ist im Vergleich zu anderen Metallen aufgrund des noch höheren Vorkommens vergleichsweise günstig, steigt aber ebenso an.

Rohstoffe als Geldanlage – auf die Form kommt es an

Güter, deren Vorkommen zur Neige gehen, standen schon von jeher im Fokus der Anleger. Verknappung führt zwangsläufig zu Preissteigerungen, die wiederum Profite versprechen. Der Wandel der Kapitalmärkte lenkt inzwischen auch die Aufmerksamkeit von Privatanlegern auf die Anlageklasse Metalle. Banken und Investmentgesellschaften haben diesen Trend erkannt und bieten inzwischen die unterschiedlichsten Zertifikate und Fonds an. Die Krux daran sind die damit verbundenen Kosten in Form von Ausgabeaufschlägen und Verwaltungskosten.

Einige Metallhandelsgesellschaften bieten Warenkörbe mit verschiedenen Metallen an. Die Zusammensetzung variiert. Für Anleger fehlt jedoch die Transparenz in Bezug auf die Wertentwicklung der einzelnen Metalle innerhalb der Warenkörbe, sie erfahren nur die Entwicklung des Gesamtinvestments.

Warum in strategische Metalle investieren? 5 Thesen:

1.)   Die Vorkommen strategischer Metalle, dazu zählen beispielsweise Silber, Iridium oder Wismut, unterliegen aufgrund der industriellen Nachfrage einem kontinuierlich steigenden Verbrauch.

2.)   Die Verknappung dieser Metalle führt zwangsläufig zu einem Preisanstieg, der im Gegensatz zu Gold nicht nur spekulativen Charakter hat.

3.)   Die Anlage in physische Metalle ermöglicht eine jederzeitige Auslieferung und ist nicht mit den Kosten verbunden, die bei einer Anlage in Rohstoffzertifikate oder Rohstofffonds anfallen.

4.)   Strategische Metalle sind vor diesem Hintergrund eine inflationsstabile Depotbeimischung, die zwar kurzfristigen Kursschwankungen unterliegen, aber bereits mittelfristig den Anlegern Gewinne bescheren.

5.)   Der physische Besitz bietet eine leichtere Verwertbarkeit als der abstrakte Anspruch im Rahmen von Wertpapieren. Die Kosten sind ebenfalls deutlich geringer.

Stärken und Schwächen im Überblick:

+ Metalle unterliegen einer kontinuierlichen industriellen Nachfrage, die langfristig das Angebot übersteigt.

+ Wertsteigerungen ergeben sich zwangsläufig, physischer Besitz ist kostengünstiger als die mittelbare Anlage über Wertpapiere.

– Rohstoffkörbe sind zwar eine Alternative, die Wertentwicklung der einzelnen Metalle ist jedoch für den Investor nicht nachvollziehbar.

– Rückkauf des Korbes durch den Metallhändler zu einem von ihm genannten Kurs. Ein Verkauf seitens des Investors an die Industrie ist nicht möglich.

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