Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Silber, auf Hochglanz poliert, funkelt ebenfalls in der Sonne. Mehr und mehr Sparer erkennen aber auch, dass Silber ebenfalls als Kapitalanlage strahlt.

Warum Silber als Depotbeimischung?

Damit wir uns nicht falsch verstehen, Silber als Depotbeimischung heißt in diesem Fall nicht, Silberzertifikate in das Depot zu legen, sondern ist als „asset allocation“ zu verstehen, als physische Beimischung. Silber steht bei Privatpersonen immer ein wenig im Schatten der großen Schwester Gold. Gold als Sicherungsinstrument bei Inflation oder Krisen oder einfach als Substanzwert genießt seit Jahrtausenden diesen Ruf. Dabei gilt jedoch, dass rund 90 Prozent des geförderten Goldes in Schmuck gewandelt werden. Wird Goldschmuck an einen Händler zurückverkauft, landet er im schlimmsten Fall in der Schmelze und wird dann wieder in den Markt zurückgeführt. Gold wird nicht verbraucht.

Anders verhält es sich mit Silber. Silber ist ein Edelmetall, welches zu 90 Prozent industriell verarbeitet, und damit dem Markt zum Teil unwiederbringlich entzogen wird. Silber findet sich in jedem Haushalt. Nicht unbedingt nur als Schmuck oder Kerzenleuchter, sondern in Spiegeln, Telefonen oder Autos. Das Vorkommen von Silber in der Erde übersteigt das von Gold um ein Vielfaches. Allerdings führt der gigantische Bedarf, in der Medizin oder der Raumfahrt, um nur zwei Beispiele zu nennen, dazu, dass die Nachfrage bereits heute die Fördermenge übersteigt. Silber ist also eine ideale Kapitalanlage, um auf eine mittelfristige Kurssteigerung zu spekulieren.

Physischer Besitz vorteilhafter als abstrakte Zertifikate 

Wenn Sie heute zu ihrer Bank gehen, um Silber zu erwerben, werden Sie zunächst darauf hingewiesen, dass der Erwerb eines Silberzertifikates oder eines Rohstofffonds deutlich interessanter wäre. Diese Form des Investments in Silber ist jedoch mit unnötigen Kosten verbunden. Zum einen fällt ein Ausgabeaufschlag an, zum anderen die Verwaltungsgebühren für den Fonds und die Gebühr für das Wertpapierdepot. Der Ankauf von physischem Silber über die Bank als Alternative hat noch einen weiteren Nachteil. Die Banken unterscheiden bei Gold und Silber zwischen einem Ankaufs- und einem Rückkaufskurs. Dies ist zunächst einmal üblich, bringt aber eine nicht vorhersehbare Kursschwankung mit sich. Es gibt jedoch noch einen anderen Weg, das Edelmetall zu erwerben.

Metallhandelsgesellschaften bieten Edelmetallkörbe mit unterschiedlicher Bestückung an. So existieren auch Körbe, die rein mit Silbergranulat befüllt sind. Nicht immer kann die Gewichtung der Metalle so erfolgen, dass genau der Anlagebetrag erzielt wird. In diesem Fall dient das Auffüllen mit Silbergranulat dazu, den Wert des Warenkorbes exakt auf das Anlagevolumen zu justieren. Die Körbe liegen in der Regel in der Schweiz in einem zollfreien Lager, können auf Wunsch auch ausgeliefert werden. Der Haken an diesen Körben liegt in der Kursfeststellung des Gegenwertes. Der Kunde erfährt nur, welche Kurssteigerung sein Gesamtbestand erfahren hat, nicht jedoch, wie sich welches Metall im Einzelnen entwickelte. Alles in allem ist diese Vorgehensweise recht intransparent, wäre dennoch als kleine Lösung dem abstrakten Besitz über ein Wertpapier vorzuziehen.

Und wie sieht die große Lösung aus?

Zunächst einmal gilt nach wie vor, dass Silber in Form von Münzen oder Barren im Schließfach die optimale Lösung ist. Sollten Sie sich am Ende dieses Artikels mit dem Gedanken tragen, in Silber zu investieren, beachten Sie bitte, dass alle Münzen, Münzstangen und Münzbarren noch bis zum 31.12.2013 mit dem niedrigeren Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent belegt sind – es rentiert sich also, schnell zu handeln. Ab 2014 unterliegt Silber generell einer Besteuerung in Höhe von 19 Prozent.

Wie optimieren Sie jetzt aber den Silbererwerb? Stellen Sie sich vor, Sie möchten 10.000 Euro in Silber anlegen. Für diese Investition erhalten Sie eine verbindliche Rückkaufvereinbarung. Diese sichert den Rückkauf des Silbers mit einem Wertzuwachs von 40 Prozent nach der Dauer von fünf Jahren nach Erwerb zu. Es handelt sich somit um eine „abgesicherte Spekulation“, für die, im Gegensatz zu einem Zertifikat, kein Agio anfällt. Alternativ bietet sich natürlich auch noch ein Silbersparplan an, welcher mit gleichbleibenden Raten bespart wird – eine echte Alternative zu den bekannten Fondssparplänen und als Vermögensaufbau nicht zu verachten.

Die Kurssteigerung ist gewiss. China als größter Abnehmer für strategische Metalle wird trotz eines Rückgangs der Produktivitätsquote weiterhin Unmengen an Rohstoffen, darunter auch Silber, benötigen. Der technologische Fortschritt nimmt immer dynamischere Züge an und benötigt auch hierzulande Silber – nicht nur für Spiegel. Die Verknappung dieses Edelmetalls basiert nicht phasenweise auf Aufkäufen, die anschließend wieder relativiert wird, wenn sich Zentralbanken von ihren Vorkommen wie im Fall von Gold, trennen. Die Verknappung von Silber ist real und bewirkt damit zwangsläufig eine Kurssteigerung. Es spricht also vieles dafür, heute in Silber zu investieren.

Die Vorteile auf einen Blick:

+ Tatsächliche Verknappung führt unweigerlich zu einem Kursanstieg.

+ Physisches Silber bedingt neben dem Kaufpreis keine weiteren Kosten.

+ Verbindlich zugesagter Rücknahmepreis mit 40 Prozent Aufschlag macht eine Anlage in Silber nicht zur Spekulation.

+ Keine vage Spekulation

+ Fünfjähriger Anlagehorizont ist absolut überschaubar.

+ Sparplan bietet sich als Alternative zu Einmalanlage an.

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